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R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 18.01.2018 um 12.56 Uhr verfaßt.

Mit Sicherheit kein Austriazismus.


Germanist zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 17.01.2018 um 21.46 Uhr verfaßt.

Zu "gewunken" und andere siehe bei Wikipedia unter "Österreichisches Deutsch", Abteilung "Perfekt".


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 17.01.2018 um 07.46 Uhr verfaßt.

Immerhin fällt auf, dass das "neue Jahr" immer noch mit kleinem "n" geschrieben wird. Das neue Jahr ist kein Unikat wie die Art der Gemeinen Stubenfliege oder des Fleißigen Lieschens, sondern an jedem Neujahr beginnt ein neues Jahr, und zwar jedes Mal ein anderes. Nur Unikate sind Eigennamen und dürfen großgeschrieben werden. Dieser Ansicht ist auch die Dudenredaktion, allerdings nur unter dem Stichwort "Jahr" ("das neue Jahr"), nicht jedoch unter dem Stichwort "neu" ("das neue od. Neue Jahr"). (Schmachthagen 9.1.18)

Und der Erste Mai, der Heilige Abend? Gibt es doch auch alle Jahre wieder.

Das Gleiche gilt für die unausrottbare, aber falsche Form "gewunken". "Der Linienrichter hat Abseits gewunken" – nein, zum … [Ausdruck gestrichen], der Linienrichter hat gewinkt, wir haben Oma zum Abschied zugewinkt, und das Mädchen hat mit dem Taschentuch gewinkt. Hier handelt es sich nicht um eine akzeptable Sprachentwicklung, sondern um die korrekte Flexion schwacher Verben. Die heißt bei winken nun einmal winken, winkte, gewinkt und nicht "winken, wank, gewunken". Und was finden wir im Duden? winken; gewinkt (häufig auch gewunken). "Häufig auch" treffen wir auf dämliche Eintragungen, die die Häufigkeit bei der Anwendung nicht existenter Formen bestimmt steigern werden. (ebd.)

Das braucht man nicht mehr zu kommentieren. Ich weise nur auf die charakteristische Formulierung hin: "heißt nun einmal". Sprachnormen läßt sich mit einem "basta" nicht beikommen. (Man sollte Schmachthagen einmal fragen, was er unter häufig vorkommenden nichtexistenten Formen versteht.)


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 28.12.2017 um 13.19 Uhr verfaßt.

Ich habe das Russische auch nicht als Vorbild erwogen, sondern nur erwähnt, um die Logik dahinter begreiflich zu machen.


R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 24.12.2017 um 12.04 Uhr verfaßt.

Relevant wäre hier nur das Französische als traditionelle Postsprache.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 23.12.2017 um 18.14 Uhr verfaßt.

Im Russischen steht der Empfänger doch auch im Dativ (oder Nominativ).


R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 30.11.2017 um 11.45 Uhr verfaßt.

Ist »Dem Herrn« auf Briefumschlägen belegt?

Sehr eigentümlich ist übrigens die Doppelung »Monsieur Monsieur« oder »Herrn Herrn«, die sich auf Couverts des 18. Jahrhunderts findet.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 28.11.2017 um 06.57 Uhr verfaßt.


Die männliche Form in der Anrede heißt immer noch „Herrn“. Die Duden-Sprachberatung empfiehlt, das „n“ nicht wegzulassen. Es wird zwar nicht mehr „an“ geschrieben, aber immer noch mitgedacht.
Schmachthagen schrieb vor einiger Zeit: „Die Anschrift steht im Akkusativ. Es heißt also Herrn Max Mustermann (an wen?). Der Dativ ist unüblich und kommt nur noch im diplomatischen Schriftverkehr oder bei Ehrentiteln vor: Seiner Eminenz, dem Hochwürdigsten Herrn Karl Kardinal Lehmann.“
Damit gibt er immerhin zu, daß früher der Dativ üblich war, der nun vom Akkusativ nicht zu unterscheiden ist und daher für einen solchen gehalten wird. Auch an war lange üblich und ist auch heute noch anzutreffen – aber warum sollte man es "weglassen" und "mitdenken", wie viele in Anlehnung an den Duden meinen? Dafür gibt es doch sonst kaum Beispiele (von wegen ist zu wegen geworden).


Theodor Ickler zu »Das unsägliche große Du in Briefen ...«
Dieser Kommentar wurde am 28.11.2017 um 06.46 Uhr verfaßt.

Die Karikatur von Greser & Lenz auf der Titelseite der FAZ ist großartig, aber: Ich habe die ganze Zeit nur an Dich gedacht, Martin - warum Großschreibung? Das findet man seit der Revision überall in direkter Rede, es ist offenbar die Übergeneralisierung der „in Briefen“ wiederzugelassenen Höflichkeitsgroßschreibung.
1996 wurde übrigens neu eingeführt: auf Du und Du.


R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 27.11.2017 um 15.29 Uhr verfaßt.

Hier ein Beispiel für »An Herrn« auf einem Briefumschlag von 1922:
http://philaseiten.wavecdn.net/up/720119/1/2/5d8208a3_h.jpeg


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 22.11.2017 um 05.50 Uhr verfaßt.

Schmachthagen verbreitet die amtliche Regelung über den Doktorgrad, entgegen feministischen Sonderregeln. Außerdem die dudengemäße Regel über „diesen Jahres“ usw. (21.11.17)

In der Anschrift heißt es übrigens Herrn im Akkusativ und nicht "Herr", obwohl dieser Zusatz auf dem Briefumschlag heutzutage nicht mehr erforderlich ist.

Wie gesagt, es ist weder nachgewiesen noch plausibel, daß es sich hier um den Akkusativ handelt (unter unerhörter Weglassung der Präposition „an“).

Als Substantiv wird das Erstere großgeschrieben: "Ich möchte mit dem Ersteren beginnen."

Danach könnte man meinen, es komme auf den Artikel an; das ist jedoch nicht der Fall. Auch pronominaler Gebrauch ist mit Großschreibung verbunden, wie sogar Gallmann in der Dudengrammatik eingesteht.
Schmachthagen übergeht das, sei es aus Unkenntnis oder weil er nicht gern zugibt, wie unzulänglich die Neuregelung ist.



R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 04.11.2017 um 00.06 Uhr verfaßt.

Hat nichts mit der Reform zu tun, aber wohl mit falschen Vorstellungen von Richtigkeit – weil es ja Kram heißt, darf es nicht Krimskrams heißen.


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