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Germanist zu »Peter Schlobinski, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, über Regelwissen und Übung in der Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 16.11.2017 um 18.32 Uhr verfaßt.

Hierzu siehe Wikipedia: "Inflektiv" oder "Erikativ".


Theodor Ickler zu »Peter Schlobinski, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, über Regelwissen und Übung in der Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 16.11.2017 um 16.59 Uhr verfaßt.

Peter Schlobinski, Professor für Germanistik und Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache: „jetzt mal abhaken.“

Also die Rechtschreibreform kann man jetzt wirklich einmal abhaken. Die digitale Revolution ist natürlich ein viel stärkerer Faktor und hat eine viel größere gesellschaftliche Relevanz als irgendeine Rechtschreibreform. Die Klage, dass früher alles besser war, auch was die Schreibung betrifft, die kennt man sehr lange. Ich will nur mal erinnern, als die Comics damals aufkamen und Wörter wie stirb, stöhn, ächz und so weiter, da war das auch der Niedergang des sozusagen sprachlichen Abendlandes. Und wenn man sieht, wie das alles eingearbeitet wurde in das deutsche System – hat das auch nicht zum Untergang der Rechtschreibung geführt. Also es gibt zwei Untersuchungen: eine aus der Schweiz, eine aus den USA, die zeigen, dass Schülerinnen und Schüler durchaus in der Lage sind, normgerecht zu schreiben – einerseits in der Schule und andererseits entsprechend abzuweichen, wenn sie einen Tweet schreiben oder eine SMS oder eben bei Whatsapp. Da zu experimentieren und wirklich auch abzuweichen vom Standard und auf unterschiedliche Zeichensysteme zurückzugreifen, das Verbinden mit Fotos, mit einer Bildinformation – wir nennen das Multimodalität – das führt natürlich dazu, dass es auch teilweise einen kreativen Umgang mit den unterschiedlichen Formen gibt, und das ist natürlich etwas durchaus Positives.



R. M. zu »Wir haben verstanden«
Dieser Kommentar wurde am 22.10.2017 um 09.33 Uhr verfaßt.

Man muß nicht einmal Arabisch können, um algerisches Arabisch zu erkennen – der Anteil französischer Lehnwörter ist gewaltig!


Theodor Ickler zu »Wir haben verstanden«
Dieser Kommentar wurde am 21.10.2017 um 13.12 Uhr verfaßt.

Wie inzwischen jeder gelesen haben wird, gibt es jetzt eine Software, die wenigstens einige arabische Dialekte automatisch erkennt und damit den Schwindlern, die sich in Deutschland einschleichen wollen, auf die Schliche kommt. Leider wird es nicht ausreichen, da immer noch zu viele Anwälte und "Unterstützer" bereitstehen, die jeden durch die Instanzen zu klagen bereit sind.

Es wird auch erwähnt, daß die Sprachgrenzen aus den bekannten historischen Gründen nicht mit den Landesgrenzen übereinstimmen. Natürlich kann jeder Arabischkundige algerisches von ägyptischem Arabisch unterscheiden, aber den Angestellten der Behörden wird eine erste automatische Zuordnung (2 Minuten Text genügen) sehr willkommen sein. Schon die Existenz des Verfahrens dürfte (wie der Lügendetektor) manchen Maghrebiner davon abhalten, sich als Syrer auszugeben.

Wahrscheinlich ist es einfacher, ein Individuum an der Stimme automatisch zu erkennen ("Fingerabdruck") als einen Dialekt, bei dem über viele Sprecher gemittelt werden muß.


Manfred Riemer zu »„Das ist der Anfang vom Ende“«
Dieser Kommentar wurde am 13.10.2017 um 12.52 Uhr verfaßt.

Man braucht bei Amazon nur "er " einzugeben, schon wird "ist wieder da" als erster Vorschlag ergänzt.
Es soll witzig und sehr komisch sein, eine Persiflage, gesellschaftskritisch, schwarzer Humor, das Lachen bleibe einem im Halse stecken ...
Mag alles sein, aber mir wird allein schon bei dem Gedanken übel, diesem Mann in einem unterhaltsamen Buch zu begegnen. Sowas möchte ich nicht lesen.
Auch die neue Honecker-Komödie ("Vorwärts immer") sehe ich mir nicht an.


Theodor Ickler zu »„Das ist der Anfang vom Ende“«
Dieser Kommentar wurde am 11.10.2017 um 07.13 Uhr verfaßt.

DLF über Menasses Roman:

"Man kann hier sogar über Auschwitz lachen". Diese Themen unterhaltsam zu machen, sei eine große Leistung.

Aber das tun doch alle. Wegen des allgegenwärtigen Infotainments meide ich das Fernsehen. Übrigens: Hätten Sie einem Todeskandidaten in Auschwitz ins Gesicht gesagt, daß unsere Enkel über Auschwitz lachen werden - dank Robert Menasse?

Neulich erzählte jemand im Wirtshaus den Witz, der vor Jahrzehnten mit den Gastarbeitern aufkam:

Ein Türke fährt mit seinem Auto auf den Schrottplatz und fragt, wieviel es kostet, den Wagen zu verschrotten. Meint der Besitzer: "Wenn du drin sitzen bleibst, gar nichts!"

Das ist doch wirklich sehr unterhaltsam.


Theodor Ickler zu »„Das ist der Anfang vom Ende“«
Dieser Kommentar wurde am 10.10.2017 um 16.18 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=68#7807

Robert Menasse bekommt den Deutschen Buchpreis. Sein neuer Roman bei Suhrkamp in Reformschreibung, das ist nicht schön zu lesen. Schön dagegen Nom de guerre, nur leider falsch im Sinne der Reform.


Tobias Bluhme zu »Keine Zeit für Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 29.09.2017 um 09.36 Uhr verfaßt.

Jährlich werden eine Viertel Million Gegenstände im Zug vergessen

FAZ.NET, 28.9.2017, http://www.faz.net/-gun-929wp

Mit einem acht Meter langen Boot, auf dem 66 Menschen sitzen, geht es übers Mittelmehr.

Stuttgarter Zeitung, 26.9.2017, http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.unterschriftenaktion-in-tamm-fuer-mubarak-qasim-perfekt-integriertem-afghanen-droht-abschiebung.249bef80-f4dd-4446-a971-9ef67bc8cfb5.html


Theodor Ickler zu »Bericht zur Lage der deutschen Sprache«
Dieser Kommentar wurde am 23.09.2017 um 04.39 Uhr verfaßt.

Ich möchte meine alte Kritik erneuern:
http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=688#9335

Beobachtungen zur deutschen Wortstellung usw. haben sicher nichts mit der "Lage" der deutschen Sprache zu tun, sondern allenfalls mit ihrem Zustand. So hat ja früher beispielsweise die hochdeutsche Lautverschiebung nicht die Lage des Deutschen verändert. Sollte eine Akademie für Sprache und Dichtung diesen Unterschied nicht kennen?


Theodor Ickler zu »Bericht zur Lage der deutschen Sprache«
Dieser Kommentar wurde am 22.09.2017 um 08.47 Uhr verfaßt.

Den gesamten deutschen Wortschatz auszuzählen und statistisch zu bearbeiten hat wenig Sinn, weil er keine irgendwo existierende reale Größe ist.

Zum Grundwortschatz: Wenn deutsche Muttersprachler aus dem Duden diejenigen 2000 Wörter heraussuchen, die ihnen intuitiv besonders wichtig vorkommen, erhält man eine Liste, die den aufwendig ermittelten statistischen Grundwortschätzen (Zertifikat usw.) an Brauchbarkeit nicht nachstehen. Das heißt, wenn man sie an verschiedene deutsche Texte anlegt, erzielt man einen ganz ähnlichen Deckungsgrad.

Gerade die Mittelung über verschiedene Texte und Textsorten hinweg hat zur Folge, daß nur die Vielzweckwörter (Kernwortschatz und Argumentationswortschatz - vgl. mein Buch "Disziplinierung der Sprache") vollständig erfaßt werden, während natürlich jeder einzelne Text von ganz speziellen Gegenständen handelt, die logischerweise nicht erfaßt sind.


Theodor Ickler zu »Bericht zur Lage der deutschen Sprache«
Dieser Kommentar wurde am 22.09.2017 um 04.33 Uhr verfaßt.

Der Zweite Bericht wirft wieder die Frage auf, was diese Art von Nebenlinguistik eigentlich soll. Wolfgang Klein ist wieder zu vernehmen, Peter Eisenberg macht von außen den deskriptiven Standpunkt der wirklichen Sprachwissenschaft geltend, alles wie vor vier Jahren. Ein weiterer Band wird in die Institutsbibliotheken eingereiht, und dann vergißt man das Ganze.
Wissenschaftlich satisfaktionsfähig ist der Bericht nicht und will es gar nicht sein. Mit der Erforschung der deutschen Sprache beschäftigen sich die Universitätsgermanisten, und dabei sollte es bleiben. Meinungen zu "weil" oder zum "Kiez-Deutsch" gehören in die Leserbriefspalte.


mg zu »Keine Zeit für Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 16.09.2017 um 02.39 Uhr verfaßt.

Wir essen jetzt Opa.

:-)


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