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Tante Google zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 18.04.2017 um 01.53 Uhr verfaßt.

Deswegen spricht man neudeutsch ja auch immer öfter von irgendwelchen Wurzeln.


Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 13.04.2017 um 05.54 Uhr verfaßt.

Ivan Ilić (* 14. August 1978 in Belgrad) ist ein US-amerikanischer Pianist mit jugoslawischem Migrationshintergrund. (Wikipedia)

Das Modewort wirkt albern (und überflüssig).


Uwe Grund zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 10.04.2017 um 13.27 Uhr verfaßt.

Der schulpädagogischen Aktivität der AG Schule des Rats für deutsche Rechtschreibung (Kommentare vom 16. und 18. Dezember 2016) dürfte wenig Erfolg beschieden sein.
1. Rechtschreibdidaktische Instrumente ("Handreichungen") sollen die unerwünschten Effekte ausgleichen, die im reformierten Lehrstoff selbst angelegt und von ihm induziert sind. Das kann nicht gelingen. Keine Didaktik - die Kunst, jemanden lernen zu machen - ohne einsehbare Sachlogik.

2. "Lehr- und Lernbedingungen zu analysieren" ist ein höchst löbliches Unterfangen, übersteigt aber bislang sogar die Fähigkeiten gut ausgestatteter Einrichtungen wie des Frankfurter DIPF und des Berliner IQB. Beide liefern nur OUTPUT-Daten zum Rechtschreibunterricht. Was im Unterricht passiert, ist terra incognita. Wenn die AG Schule schon an der Auswertung von Schüleraufsätzen ("frei geschriebene Texte")scheitert, wie will sie dann bei der Beobachtung unterrichtlicher Interaktionen vorgehen?

3. "Unterrichtlichen Problemlagen" begegnet man durch Verbesserung der Instruktion, nicht durch vermeintliche Vereinfachung des Lehrstoffes - das eben entzieht dem ganzen Reformprojekt einen gut Teil seiner Legitimationsbasis.

Im übrigen ist die Absicht, den Schwarzen /schwarzen Peter für die nun offenbar nicht mehr bestrittene Fehlervermehrung den Schulpraktikern zuzuschieben, nur allzu durchsichtig. Ein in seinen Kosten gänzlich unbeziffertes Programm zur "Aus-, Fort- und Weiterbildung" soll das leisten, was vordem ungezählte Lehrergenerationen sich ohne viel Aufhebens selber beigebracht haben.



Theodor Ickler zu »Schwierig, hier keine Satire zu schreiben«
Dieser Kommentar wurde am 03.04.2017 um 04.38 Uhr verfaßt.

Aber Sie können doch alles ausdrücken, was Sie wollen?

Man hat mit Recht gesagt, daß der Unterschied zwischen den Sprachen eher darin liegt, was man ausdrücken MUSS. Freilich hilft die allgegenwärtige Möglichkeit der Neutralisierung.

Zum Vorwurf an das Deutsche: Jede Sprache hat gewisse Mittel, zum Beispiel das natürliche Geschlecht auszudrücken. Im Deutschen also hauptsächlich das Pronomen und die Motion. Jemand könnte bedauern, daß Sexus nicht auch am Verb ausgedrückt werden kann wie in anderen Sprachen - aber wäre das gerecht? Wäre es auch nur sinnvoll?

Ich halte es für einen Irrweg, sich einzelne Merkmale einer Sprache herauszupicken und dann zu beklagen, daß eine andere Sprache sie nicht hat. Das bekannte Übersetzbarkeitspostulat läßt sich so auch nicht diskutieren.


Germanist zu »Schwierig, hier keine Satire zu schreiben«
Dieser Kommentar wurde am 02.04.2017 um 17.44 Uhr verfaßt.

Vielleicht ist das von der deutschen Sprache zuviel verlangt, unterscheiden zu wollen, ob eine Eigenschaft schon vor einer Tätigkeit vorhanden war oder erst danach. Besonders im Passiv stößt es mir auf: Das Auto wurde kaputt gefahren (es war schon vorher kaputt) - es wurde kaputtgefahren (es war erst danach kaputt). Mir ist Verständlichkeit wichtiger als Regeln. Vielleicht denke ich zu technisch und zu wenig literarisch.


Theodor Ickler zu »Schwierig, hier keine Satire zu schreiben«
Dieser Kommentar wurde am 02.04.2017 um 15.55 Uhr verfaßt.

Nur zur Erinnerung:


Duden 1991: sich bereit halten, Geld bereithalten

Duden 1996: sich bereithalten, Geld bereithalten

Duden 2009 und Wahrig: immer zusammen, außer bei -erklären und -machen (fakultativ, weil diese beiden Verbindungen – zufällig? - so im amtlichen Wörterverzeichnis stehen)

Da Peter Eisenberg beansprucht, den Bereich GZS nun zufriedenstellend bearbeitet zu haben, muß man den heutigen Stand wohl auf sein Konto setzen. In seinem neuen Buch (2017) kommt der Fall allerdings nicht vor.



Theodor Ickler zu »Schwierig, hier keine Satire zu schreiben«
Dieser Kommentar wurde am 02.04.2017 um 06.21 Uhr verfaßt.

Da fühle ich mich auch wieder angesprochen, denn in meinem Wörterbuch ist die Zusammenschreibung mit Resultativzusätzen ja fakultativ (§ 10). Bisher war es nämlich unmöglich, die einschlägigen Fälle so abzugrenzen, daß man nicht mehr nachschlagen mußte. Die Unterscheidung gab es zwar im Duden, aber nicht in der Praxis. Warum kaputtfahren, aber nicht krankenhausreifschlagen? Und wie war das noch mal im alten Duden mit bereitstellen?

1901 hatte man darauf verzichtet, diesen Bereich zu regeln, 1996 wollten Schaeder und Genossen. es endlich nachholen; das ging in die Hosen, Eisenberg wollte es reparieren, hat alles noch verschlimmert.

Theoretisch kann es zu Zweideutigkeiten kommen, in der Praxis muß man sie mit der Lupe suchen oder sich künstlich ausdenken.

Ich fühle mich hier besonders betroffen, weil dies der Punkt ist, an dem selbst liebe Freunde und Mitstreiter mir "Beliebigkeitsschreibung" vorgehalten haben. Bis zum Überdruß, muß ich sagen, denn ich habe mich gründlicher damit beschäftigt als all die Besserwisser, die auf einer Festlegung "so und nicht anders" bestanden und damit genau die reformbedürftige Situation aufs neue schaffen wollten, die der Duden mit seinen Festlegungen immer feiner gesponnen hatte.

Auch Eisenbergs neues Buch hudelt über das Problem hinweg. Darum halte ich an meinem § 10 fest, er ist das Kernstück einer realistischen und leicht beherrschbaren deutschen Rechtschreibung. Es gibt hier in Wirklichkeit kein Problem - außer dem Regelungswahn selbst.


Germanist zu »Schwierig, hier keine Satire zu schreiben«
Dieser Kommentar wurde am 01.04.2017 um 13.29 Uhr verfaßt.

Heute in der SZ gefunden: "kaputt fahren" im Sinn von zertören. Früher, als die Deutsche Sprache genauer war, gab es den Unterschied zwischen "kaputt fahren" = in kaputtem Zustand fahren und "kaputtfahren" = zerstören. Jetzt sollen es nur noch Varianten sein. So beschädigt man eine Sprache. Ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode.


Manfred Riemer zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 14.03.2017 um 11.40 Uhr verfaßt.

Wohl schon dieselbe Zeit lang (?) wird dort auf Punkt a. verwiesen, obwohl die zuvor genannten Punkte 1., 2. und 3. heißen. Punkt a. gibt es nicht:

Das eingangs erwähnte neue Jahr betreffend, ist also festzustellen, dass es zu a. gehört.

Das Komma nach betreffend hat m. E. auch weder mit bewährter noch mit "reformierter" Rechtschreibung zu tun.


Theodor Ickler zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 13.03.2017 um 15.50 Uhr verfaßt.

Auf der Website des Rates stehen seit Jahren genau fünf „Fragen und Antworten“ (www.rechtschreibrat.com/service/fragen-und-antworten), mehr werden es einfach nicht. Die fünfte Antwort begründet ausführlich, warum das „neue Jahr“ nur klein geschrieben werden darf. Der dritte Bericht sieht allerdings wahlweise Großschreibung vor. Was wird dann aus der schönen Begründung?


Manfred Riemer zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 02.03.2017 um 16.25 Uhr verfaßt.

In meiner Jugend, die so etwa mit der DDR endete, habe ich sogar Ansichtskarten gesammelt. Meine größten und bestgehüteten Schätze, weil am seltensten, waren natürlich die Karten aus dem Westen. Das muß man sich mal vorstellen, diese knalligen und schlecht gedruckten Fotos waren uns damals regelrechte Sehnsuchtsbilder, Boten aus einer uns verschlossenen Traumwelt. Wir hatten ja sonst nichts, Fernsehbilder waren zwar auch schön, aber leider flüchtig wie Seifenblasen.


Theodor Ickler zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 08.02.2017 um 10.59 Uhr verfaßt.

Ansichtskarten hatten es bei uns schon immer schwer, weil sie auf dem Weg vom Briefkasten in die Wohnung an der Papiertonne vorbeimüssen. Wir selbst haben aus dem Urlaub immer ein Bündel Ansichtskarten mitgebracht, die wir dann doch nicht abgeschickt hatten; manche liegen fertig adressiert und frankiert heute noch in der Schublade...
Aber der Hinweis auf die Medien ist natürlich schon wahr. Für mich war die E-Mail die Revolution, und dabei bin ich erst spät auf Drängen eines Freundes umgeschwenkt. Übrigens sind meine E-Mails orthographisch ziemlich korrekt, weil ich es, wie schon berichtet, nicht ertrage, daß etwas falsch geschrieben von mir auch nur herumliegt - eine Art Neurose, wenn man so will.


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