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Theodor Ickler zu »Bericht zur Lage der deutschen Sprache«
Dieser Kommentar wurde am 23.09.2017 um 04.39 Uhr verfaßt.

Ich möchte meine alte Kritik erneuern:
http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=688#9335

Beobachtungen zur deutschen Wortstellung usw. haben sicher nichts mit der "Lage" der deutschen Sprache zu tun, sondern allenfalls mit ihrem Zustand. So hat ja früher beispielsweise die hochdeutsche Lautverschiebung nicht die Lage des Deutschen verändert. Sollte eine Akademie für Sprache und Dichtung diesen Unterschied nicht kennen?


Theodor Ickler zu »Bericht zur Lage der deutschen Sprache«
Dieser Kommentar wurde am 22.09.2017 um 08.47 Uhr verfaßt.

Den gesamten deutschen Wortschatz auszuzählen und statistisch zu bearbeiten hat wenig Sinn, weil er keine irgendwo existierende reale Größe ist.

Zum Grundwortschatz: Wenn deutsche Muttersprachler aus dem Duden diejenigen 2000 Wörter heraussuchen, die ihnen intuitiv besonders wichtig vorkommen, erhält man eine Liste, die den aufwendig ermittelten statistischen Grundwortschätzen (Zertifikat usw.) an Brauchbarkeit nicht nachstehen. Das heißt, wenn man sie an verschiedene deutsche Texte anlegt, erzielt man einen ganz ähnlichen Deckungsgrad.

Gerade die Mittelung über verschiedene Texte und Textsorten hinweg hat zur Folge, daß nur die Vielzweckwörter (Kernwortschatz und Argumentationswortschatz - vgl. mein Buch "Disziplinierung der Sprache") vollständig erfaßt werden, während natürlich jeder einzelne Text von ganz speziellen Gegenständen handelt, die logischerweise nicht erfaßt sind.


Theodor Ickler zu »Bericht zur Lage der deutschen Sprache«
Dieser Kommentar wurde am 22.09.2017 um 04.33 Uhr verfaßt.

Der Zweite Bericht wirft wieder die Frage auf, was diese Art von Nebenlinguistik eigentlich soll. Wolfgang Klein ist wieder zu vernehmen, Peter Eisenberg macht von außen den deskriptiven Standpunkt der wirklichen Sprachwissenschaft geltend, alles wie vor vier Jahren. Ein weiterer Band wird in die Institutsbibliotheken eingereiht, und dann vergißt man das Ganze.
Wissenschaftlich satisfaktionsfähig ist der Bericht nicht und will es gar nicht sein. Mit der Erforschung der deutschen Sprache beschäftigen sich die Universitätsgermanisten, und dabei sollte es bleiben. Meinungen zu "weil" oder zum "Kiez-Deutsch" gehören in die Leserbriefspalte.


mg zu »Keine Zeit für Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 16.09.2017 um 02.39 Uhr verfaßt.

Wir essen jetzt Opa.

:-)


Manfred Riemer zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 14.09.2017 um 09.10 Uhr verfaßt.

Zu meinen ersten Schreibversuchen gehörten auch die eher gemalten als geschriebenen Wunschzettel an den Weihnachtsmann. Da waren natürlich viele Fehler drin, aber nicht bei dem schweren Wort Weihnachten, denn das hatte ich natürlich abgeschrieben. Ich denke, auch Kinder, die erst lernen, sind sich durchaus bewußt, daß nicht alles so geschrieben wie gesprochen wird. Die konkreten Fehler bemerken sie aber nicht, deshalb macht es Spaß und die Eltern freuen sich und loben trotzdem. Das haben wir natürlich auch mit unseren Kindern so gehalten, und im Gegenteil, ein Brief mit Fehlern ist ein Zeichen dafür, daß das Kind ihn "ganz allein" geschrieben hat. Aber in der Schule sollen Kinder was lernen, das wollen sie auch. Da ist kein Platz und keine Zeit für einen Brief an die Oma, in der Schule sollen Kinder das richtige Schreiben lernen. Sie sagen nachher: Das haben wir in der Schule so gelernt! Auch Kinder unterscheiden schon zwischen spielerischer Anwendung in der Freizeit und ernsthaftem Lernen in der Schule. Und wenn sie das nicht lernen, wenn sie das Lernen nicht lernen (was die Methode Schreiben nach Gehör verursacht), dann hat die Schule ihre Pflicht nicht erfüllt.


R. M. zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 13.09.2017 um 11.26 Uhr verfaßt.

Das Problem ist, daß die ganz selbstverständliche maßvolle Toleranz zu einer übertriebenen Methode des Laissez-faire aufgebauscht worden ist. Gäbe es keine »besorgten Eltern«, wären alle Schulen gleich schlecht.


Theodor Ickler zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 13.09.2017 um 07.05 Uhr verfaßt.

Es ist einfach nicht wahr, daß ABC-Schützen sich falsche Schreibweisen einprägen, wenn man sie nicht von Anfang an korrigiert. Wahr oder sehr wahrscheinlich ist hingegen, daß sie die Lust am Schreiben verlieren, wenn jeder Versuch in orthographische Belehrung mündet. Erste Briefe an die Oma, an den lieben Gott oder an den dicken Tonno (das war bei uns ein abgewetztes Plüschtier) sind tollkühne Unternehmungen, die man nicht gleich abwürgen sollte

Und wie gesagt: In meiner Familie und in vielen anderen liegen die ersten Schreibversuche ja noch vor. Sie haben nicht verhindert, daß wir alle ziemlich gut schreiben können. Das Räsonieren "besorgter Eltern" und anderer Besserwisser zu dieser entscheidbaren Frage nervt.


Theodor Ickler zu »Rechtschreibreform produziert Analphabeten«
Dieser Kommentar wurde am 08.09.2017 um 06.56 Uhr verfaßt.

Funktionale Analphabeten sind im gleichen Sinne analphabetisch, wie Armutsgefährdete arm sind: Sie erweitern die Klientel, erschweren aber die Diskussion und erst recht die Lösung der Probleme.


Frankfurter Neue Presse zu »Keine Zeit für Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 05.09.2017 um 11.20 Uhr verfaßt.

Manchmal missverständlich

(Einschub im obenstehenden Artikel; http://www.fnp.de/nachrichten/kultur/Manchmal-missverstaendlich;art679,2754529)

Die Groß- und Kleinschreibung sowie die Kommasetzung zu beherzigen ist mit etwas Mühe verbunden. Wer die Regeln nicht befolgt, riskiert Missverständnisse. Hier ein paar Beispiele:

Sitzt ein Ehepaar auf dem Balkon. Sie sieht in den Sonnenuntergang, säuselt: „Hör mal, Schatz, die Grillen.“ Er blättert der Sportzeitung und meint: „Ich riech nix!“

Der gefangene Floh. / Der Gefangene floh.

Die Spinnen. / Die spinnen.

Schüler sagen, Lehrer haben es gut. / Schüler, sagen Lehrer, haben es gut.

Tötet ihn nicht, freilassen! / Tötet ihn, nicht freilassen!

Es ist schwierig, für Frauen eine Lösung zu finden. / Es ist schwierig für Frauen, eine
Lösung zu finden.

Er will, sie nicht. / Er will sie nicht.

Die Sekretärin empfiehlt, dem Chef immer zu gehorchen. / Die Sekretärin empfiehlt dem Chef, immer zu gehorchen.

Zur Arbeit, nicht zum Faulenzen sind wir geboren. / Zur Arbeit nicht, zum Faulenzen sind wir geboren.

Der Junge sieht dir ungeheuer ähnlich. / Der Junge sieht dir Ungeheuer ähnlich.


Red. zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 24.08.2017 um 09.23 Uhr verfaßt.

Es handelt sich nicht um unseren eigenen Beitrag, sondern um einen Artikel, der in der Zeitung Die Welt erschienen ist.

Warum Peter Eisenberg einerseits die Rechtschreibreform kritisiert und andererseits in seinen eigenen Veröffentlichungen die Schreibung Orthografie verwendet, obwohl dies nicht einmal der Rechtschreibrat tut, kann nur er allein beantworten.


Sascha Beljanski zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 24.08.2017 um 08.39 Uhr verfaßt.

Liebe Linguisten und Germanisten,
ich bin ein Verfechter der alten Rechtschreibung und bin daher auf Ihre Seite aufmerksam geworden. Warum wird in Ihrem Beitrag "Orthografie" mit "f" geschrieben? Nach alter Rechtschreibung sollte es doch "Orthographie" heißen. Ebenso bei Geographie, Paragraph, Geograph, Delphin, Elephant, Telephon usw.

Vielleicht wäre es schön, wenn man einen Beitrag zur "ph" und "f"-Schreibweise verfassen könnte. Ein Beispiel:

Der adelige Graf von Monte Christo war ein ausgezeichneter Geograph.
Vielen Dank Sascha Beljanski


Theodor Ickler zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 16.08.2017 um 06.48 Uhr verfaßt.

Was die Fachsprachen betrifft, so reitet das Regelwerk seit je auf der GKS bei den zoologischen und botanischen Termini herum, schweigt sich sonst aber aus. Im Wörterverzeichnis werden traditionelle und von der IUPAC vereinbarte Schreibweisen nebeneinander angeführt, aber ohne weitere Hinweise (Ether/Äther; Oxid/Oxyd).


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