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Mannheimer Morgen zu »Endlich wieder ein wichtiges Problem: Das "ß" als Großbuchstabe«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2017 um 09.54 Uhr verfaßt.

Bananeweb

Das Alphabet hat Zuwachs bekommen

Großes "Eszett" – Der neue Buchstabe sorgt noch einmal für Verwirrung in Sachen Rechtschreibung


Ich kann mich an kein Wort erinnert, dass mit einem scharfen "S" beginnt. Um noch tiefer zu gehen: Ich kann mir den tieferen Sinn und die Notwendigkeit des neuen Buchstabens, des großen scharfen "S", nicht mal im Ansatz erklären.

Dürfen die das? Und darf ich das in Frage stellen, den Sinn von Buchstaben? Und das, obwohl ich in meinem journalistischen Dasein bunt mit Buchstaben herumjongliere, als wäre ich ein Artist im Zirkuszelt, dem die bloße Unterhaltung gelingt.

Der Rat der deutschen Rechtschreibung in Mannheim hat den neuen hybriden Buchstaben, das große Eszett, ins Leben gerufen, um Probleme bei Pässen und Ausweispapieren zu verhindern. Braucht man das? Jahrelang gab es nie ein Problem oder eine Beschwerde zu dem Thema. Haben wir wirklich so wenig zu tun, dass wir einen Buchstaben kreieren, der nicht notwendig scheint? Wie viele Menschen, die betroffen sind, werden jetzt einen neuen Namen beantragen? Meissner oder Meißner, ist das den Aufwand in den Behörden wert?

Es sind jetzt mehr als zwei Wochen vergangen seit der Reform und ich habe nicht einmal diesen neuen Buchstaben genutzt. Stattdessen wird für Verwirrung gesorgt und ich glaube, dass kaum jemand noch den Überblick über die richtige Rechtschreibung hat. Nicht mal die Lehrer, die es eigentlich müssten, wissen, was richtig oder falsch ist. Wer hat eigentlich je geklärt, ob es der, die oder das Nutella ist? Und hat uns das wirklich geschadet? Ich glaube nicht.

Alisa Koch


https://www.morgenweb.de/bergstraesser-anzeiger_artikel,-bananeweb-das-alphabet-hat-zuwachs-bekommen-_arid,1080989.html


Theodor Ickler zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 16.07.2017 um 17.36 Uhr verfaßt.

Ich esse jede Woche Seefisch (Seelachs, Makrele oder auch Matjes) und habe noch nichts von nennenswerter radioaktiver Belastung gehört. Fukushima ist natürlich ein epochales Ereignis in anderer Hinsicht.


Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 16.07.2017 um 12.47 Uhr verfaßt.

#10877

"Der Allesfresser Mensch vergißt manchmal, wie gesund Seefisch ist."

Nach Fukushima sicher nicht mehr!

http://www.epochtimes.de/politik/welt/fukushima-entsorgung-des-radioaktiv-kontaminierten-wassers-im-ozean-in-vorbereitung-a2167857.html?latest=1

Beachten Sie bitte das Video: Wo bleibt das radioaktive Wasser?

https://www.youtube.com/watch?v=yfjkCG-aNzs




www.mittelbayerische.de zu »Endlich wieder ein wichtiges Problem: Das "ß" als Großbuchstabe«
Dieser Kommentar wurde am 14.07.2017 um 11.25 Uhr verfaßt.

Plutos Rache: Das Big Es

Der Neumarkter Rechtsanwalt Geedo Paprotta beschäftigt sich mit dem neuen Star der Rechtschreibreform.

(Mittelbayerische, 01.07.2017)

Im Sommer 2006 traten die Wissenschaftler der International Astronomical Union in Prag zu einem astronomischen Tribunal zusammen. Das Urteil der Himmelsgucker fiel vernichtend aus: Pluto, der tapfere kleine Wächter am äußersten bekannten Außenposten unseres Sonnensystems, durfte kein echter Planet mehr sein. Zu klein. Man degradierte ihn zum „Zwergplaneten“. Welch eine Erniedrigung! Doch es gibt eine ausgleichende, harmonische Kraft im Kosmos und so wohnen wir dieser Tage nach der Erniedrigung des kleinen Pluto nun einer wundersamen Erhöhung eines anderen Kleinen bei.

Es gibt einen neuen Buchstaben in unserem Alphabet! Er sieht aus wie ein B, nur unten mit Loch. Das große Esszett! Tolle Sache. Aber sicher fragen Sie sich: Wer entscheidet denn sowas? Das Zauberwort lautet „Rechtschreibreform“ – „Big Eß“ ist deren neuester Star. Sie finden, es sei eine Unverschämtheit, dass der Staat uns Buchstaben vorschreibt? Dann lesen Sie das Urteil des Verfassungsgerichts, Az. 1 BvR 1640/97.

Damals in den Neunzigern ging es in Sachen Rechtschreibreform richtig zur Sache! „Schifffahrt“ und „Selbstständigkeit“ waren echte Aufreger. Doch unser BVerfG wehrte Kritik und Spott ab: Die Bundesländer dürfen im Rahmen der Kultushoheit, zumindest in den Schulen, die Rechtschreibung regeln. Dem elterliche Erziehungsrecht, Art. 6 GG, steht der Erziehungsanspruch des Staates aus Art. 7 GG gegenüber.

Dummerweise schreibt das Grundgesetz zwar vor, dass die Länder das Schulrecht haben. Man liest aber nichts darüber, dass schulische Regelungen vernünftig sein müssen. Im GG steht auch nirgends, dass die Sprache „den Menschen gehört“ und die Kultusminister sie ihnen nicht jederzeit wegnehmen dürften. Außerhalb von Schulen und Behörden, so die Richter, soll jeder schreiben, wie er mag! Wir könnten froh sein, dass das ganze so glimpflich ablief - nur 0,5 Prozent der Regeln seien verändert worden! Die Rechte von Schülern aus Art. 2 und Art. 1 GG (Entfaltungsfreiheit und allgemeines Persönlichkeitsrecht) würden durch Rechtschreibänderungen nur in einem tolerierbaren Ausmaß beschränkt.

Es stelle auch kein Problem dar, dass ständig alle Schriftwerke neu gedruckt werden müssen: Durch die Neuregelung wird weder die Berufsfreiheit aus Art. 12 GG, noch die wirtschaftliche Betätigungsfreiheit des Art. 2 GG beschädigt. Im Gegenteil - die Verlage reiben sich sicherlich die Hände!

Schließlich, so das Verfassungsgericht, verletzen neue Buchstaben auch nicht die Grundrechte aus Art. 2 Abs. 1 GG (allgemeine Handlungsfreiheit), weil nicht jeder mehr so schreiben dürfe, wie er es gelernt hat. Wie gesagt: Außerhalb von Schulen und Behörden dürfen Sie schreiben, wie Ihnen der Griffel gewachsen ist!

Ihre Kinder werden Sie allerdings auslachen, wenn Sie das große „ß“ nicht können. Doch wer lacht zuletzt? Jenseits von Pluto vermuten Astronomen einen neuen Planeten, „Hades“ soll er vielleicht heißen…

http://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt/plutos-rache-das-big-es-21101-art1535891.html


Theodor Ickler zu »Rechtschreiberat führt neuen Buchstaben ein«
Dieser Kommentar wurde am 30.06.2017 um 09.03 Uhr verfaßt.

So wird es jetzt zitiert und kommentiert; in Wirklichkeit steht Joga auf der Streichliste: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=754#10683



Tobias Bluhme zu »Rechtschreiberat führt neuen Buchstaben ein«
Dieser Kommentar wurde am 30.06.2017 um 08.44 Uhr verfaßt.

Wie bitte? Man soll in Zukunft "Joga" schreiben? Wie ist man denn auf diese Idee gekommen? Üblich ist doch die Schreibweise "Yoga".


Theodor Ickler zu »Das große ß ist da«
Dieser Kommentar wurde am 30.06.2017 um 06.57 Uhr verfaßt.

Volle neun Jahre später titeln die Zeitungen wieder:
"Das große ß ist da", nur weil der Rechtschreibrat in seinem dritten Bericht sich dieses Zeichens angenommen hat (obwohl Typographie kaum zu seinem Arbeitsbereich gehört).

Im übrigen übernehmen die Medien fast alle den dpa-Bericht, in dem naturgemäß nicht davon die Rede ist, daß die Beschlüsse der KMK nur für die Schulen gelten.


Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 18.06.2017 um 11.12 Uhr verfaßt.

Wir sind schon auf dem besten Weg in die Sklaverei:

www.kla.tv/10679

"Alles scheint sich auf folgende zwei Möglichkeiten hin zu entwickeln: Entweder lässt sich der Mensch, sozusagen als „moderner Sklave“, in ein zentralgesteuertes System einfügen oder er wird von der Gesellschaft quasi ausgeschlossen. Jeder, der ein fremdgesteuertes Implantat ablehnt, würde in seiner Existenz bedroht sein."


Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 17.06.2017 um 15.39 Uhr verfaßt.


Zu #10874:

"Solche verrückten Websites gibt es ja in großer Zahl, vielen Dank für den Link!"

Wenn Sie den Link auf die Webseite http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2017/02/wie-kinderstars-von-satanisten.html meinen, dann, was ist daran verrückt? Alles Schall und Rauch ist ein Nachrichtenblog, der Inhaber der Webseite ist nicht für die in den Beiträgen berichteten Geschehnisse oder Taten verantwortlich.– Oder, was ist verrückt daran, wenn jemand es als seine Aufgabe ansieht, seine Leser umfassend und jenseits der vorgekauten Beiträge der Mainstream-Lügenmedien zu unterrichten,
ohne aufwendige Blue-Screen-Technik, die ein heutiges Nachrichtenstudio wie die Hauptleitzentrale der Justierungswelt eines Sonnentransmitters (siehe Perry Rhodan-Serie) erscheinen läßt? Und der für diese Informationen allenfalls Spenden erbittet und nicht, wie die Mainstreammedien, eine monatlich zu zahlende Rundfunkgebühr, die im Zweifelsfall gerichtlich eingetrieben wird?

Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung? Haben Sie die große Zahl dieser Webseiten alle persönlich gecheckt und bei allen festgestellt, daß diese "verrückt" sind?




Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 17.06.2017 um 15.10 Uhr verfaßt.

Zu #10851:

"Was soll an dem Bild so besonders erschütternd sein, daß man an "Mord" auch nur zu denken wagt? Die große Zahl?"

Die große Zahl läßt auf eine erhebliche Umweltverschmutzung/-vergiftung schließen. Im Flußwasser baden oder spielen auch Menschen und daraus wird u. U. auch getrunken bzw. Trinkwasser gewonnen, d. h. davon könnten auch andere Tiere und Menschen erkranken oder gar sterben.

Wir müssen uns von der sachlich falschen Vorstellung lösen, daß Tiere "Sachen" sind. (Das mag für die rechtliche Stellung zutreffen, aber die Juristerei ist sowieso eine Scheinwelt, die sich nur durch staatliche Gewalt Geltung verschaffen kann.)

"Natürlich sind Fische Sachen, darum kann man sie kaufen und essen."

Nun ja, auch Menschen konnte man früher kaufen (Sklaverei) und essen (Kannibalismus). Zumindest die Sklaverei gibt es heute – in leicht veränderter Form – immer noch, in Form von "Lohnsklaverei".
Daraus könnte man schließen, daß auch Menschen "Sachen" sind.

Tiere sind natürlich Lebewesen, wie Pflanzen und Pilze auch. Und im Gegensatz zum Menschen können Tiere nicht "schuldig" an ihrem Schicksal sein. Menschen dagegen tragen in vielen Fällen eine Mitschuld an ihrem Schicksal, z. B. indem sie Tatsachen oder Warnungen ignorieren oder fahrlässig oder schuldhaft falsch handeln, z. B. indem sie Gewässer vergiften. Auf Brunnenvergiftung stand früher die Todesstrafe!

"Der Allesfresser Mensch vergißt manchmal, wie gesund Seefisch ist."

Nach Fukushima sicher nicht mehr!



Theodor Ickler zu »Aptum«
Dieser Kommentar wurde am 16.06.2017 um 10.55 Uhr verfaßt.

Unsere heutigen Rhetoriker haben die "Angemessenheit" wiederentdeckt oder sich gar nicht erst davon gelöst. Letzteres muß man annehmen, wenn man Gert Uedings "Rhetorik des Schreibens" liest. Natürlich ist "Angemessenheit" ein sinnloser Begriff, wenn man seine relationale Natur nicht berücksichtigt. Früher verstand es sich von selbst, daß man von erhabenen Gegenständen im erhabenen Stil zu reden hatte usw., das war "angemessen". Also über Könige in Edelsprache, über Bauerntölpel in Umganggsprache und - schrecklich zu sagen - im Dialekt. Soll das etwa immer noch gelten? (Bei Ueding S. 19 sieht es so aus.)

"Valerio" 18/2016, herausgegeben von Jürgen Schiewe, hat den Titel "Angemessenheit".


Manfred Riemer zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 10.06.2017 um 21.14 Uhr verfaßt.

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es radikale Feministen gibt, die Frauenrechte höher einstufen als die Rechte von Männern und die deswegen sogar gewalttätig werden. Nicht so recht gelingen will mir jedoch die Vorstellung, daß radikale Tierschützer die "Rechte" von Tieren (Tiere haben natürlich keine Rechte, die sie einklagen könnten, aber ich finde im Moment kein besseres Wort dafür) höher stellen als Menschenrechte. Das heißt, wenn es um Radikalität von Tierschützern geht, dann kann damit überhaupt nur Sprachliches gemeint sein. (Ich hoffe, das ist so.)

Von Mord an Tieren statt von deren Tötung zu sprechen, ist also meiner Ansicht nach genau das, was einen radikalen Tierschützer ausmacht. Mord ist ein Ausdruck, der sich allein auf die absichtliche Tötung eines Menschen (unter bestimmten weiteren Bedingungen) bezieht. Es gibt weitere unterscheidende Bezeichnungen (essen/fressen usw.) Das heißt natürlich nicht, daß Tiere beliebig getötet werden dürfen, aber so etwas wird von Nichtradikalisierten nicht Mord genannt.


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