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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 27.01.2023 um 09.49 Uhr verfaßt.


Die Impfstoffunternehmen haben große Gewinne gemacht. In Deutschland gilt das als Vorwurf, nicht als Beweis von Tüchtigkeit, und so kommt es in den Schlagzeilen heraus. Zugrunde liegt die edle Vorstellung, Gesundheit müsse Sache aufopfernder Nächstenliebe sein. Wir wollen und müssen ordentlich Geld verdienen, aber die doch nicht! In einer Notlage! (Die Ankläger haben doch wohl keine Aktien der Pharmabranche?)
Zunächst ist der gewaltige Umfang des Impfprojekts zu bedenken, vergleichbar allenfalls mit dem Vertrieb von Benzin und Tabakwaren, wo noch größere Gewinne abfallen. Für Wucherpreise gibt es auch im Pharmabereich viel eindrucksvollere Beispiele. Und schließlich werden z. B. für Kosmetikprodukte (Parfum) die sprichwörtlichen Mondpreise bezahlt, ohne daß jemand darüber klagte. - Ich bin fünfmal geimpft und glaube („weil ich’s mir wert bin!“) nicht, daß der Preis dafür zu hoch war. Im Supermarkt sehe ich, daß für ein edles Stück Rindfleisch 69 Euro pro Kilo fällig wären; ähnlich der Fisch, den manche Leute kaufen. (Nur um mal die Maßstäbe zurechtzurücken...)
Vorwerfbar und strafbar wären Kartellabsprachen. Gab es die, und warum wird es dann nicht als Hauptpunkt der Anklage herausgestellt?


Theodor Ickler zu »Besser abschreiben!«
Dieser Kommentar wurde am 27.01.2023 um 08.30 Uhr verfaßt.

Im englischen Sprachraum kann man Humpty Dumpty oder die Red Queen erwähnen, ohne die Stelle nachzuweisen, wie es in philologischen Zusammenhängen korrekt wäre. Im Deutschen liegen Zitate aus Wilhelm Busch auf der Straße, jeder kann sich bedienen. Und "Faust"? Wo fängt es an, arrogant zu wirken, wenn man Zitate nicht nachweist und aus anderen Sprachen nicht übersetzt? Die Grenze verschiebt sich und zerfasert offensichtlich im gleichen Maße wie die Bildung und deren Träger. Anspielungsgemeinschaften lösen sich auf, neue bilden sich kaum noch. Früher konnte das Bürogespräch an die beiden Sendungen vom vorigen Abend anknüpfen: Man hatte entweder das Fußballspiel oder den Krimi gesehen, fertig! Der "Kanon" der Schullektüre versucht noch zu halten, was doch nicht mehr zu halten ist.


Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 27.01.2023 um 07.50 Uhr verfaßt.

Den schönsten Nachruf auf unseren verstorbenen Mitstreiter Hans Krieger findet man als Leserbrief von Florian Sendtner in der heutigen Süddeutschen Zeitung. Er hebt hervor, daß Krieger sich 36 Jahre lang im Feuilleton der Bayerischen Staatszeitung eine Freiheit nahm, die man in diesem Bayerkurier-ähnlichen Organ nicht erwartet hätte. Nicht erwähnt ist sein Kampf gegen die Rechtschreibreform, die gleichzeitig von der Staatsregierung gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt wurde.


Theodor Ickler zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 27.01.2023 um 04.45 Uhr verfaßt.

Die wirtschaftliche Nutzung der Wasserstofftechnologie steht vor großen Problemen. Projekte werden nur genehmigt, wenn sie Frauen "aktiv einbeziehen". So die Vorgabe des Bundeswirtschaftsministeriums.


Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 27.01.2023 um 03.53 Uhr verfaßt.

Vermutlich um die Menge potentieller Käufer zu vergrößern. Mädchen spielen trotzdem nicht damit. Ich habe auch noch nie gehört, daß Mädchen sich eine Modelleisenbahn oder Jungen eine Barbie wünschen.

Ich werde in den nächsten Jahren versuchen, die Enkelinnen (fünf und eins) für den Modellbaukasten zu interessieren, bin aber wenig hoffnungsvoll. Lego geht freilich immmer. Die Steckverbindung hat allerdings etwas, was meinen männlichen Verstand beleidigt. Schrauben und Muttern sind das Wahre. Ob das schon mal untersucht worden ist?





Christof Schardt zu »Blaupause oder Rezept«
Dieser Kommentar wurde am 27.01.2023 um 00.51 Uhr verfaßt.

ChatGPT: Es ist wichtig, respektvoll und inklusive Sprache zu verwenden, um ...

Seltsam, daß diesem Wunderding, wenn es auch inhaltlich noch nicht perfekt sein mag, solche grammatischen Schnitzer unterlaufen (fehlendes "e").



Stephan Fleischhauer zu »Blaupause oder Rezept«
Dieser Kommentar wurde am 26.01.2023 um 23.45 Uhr verfaßt.

Chat GPT ist sehr klug.

https://pbs.twimg.com/media/FnaxdscWYAALja5.jpg


Christof Schardt zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 26.01.2023 um 23.28 Uhr verfaßt.

Tatsächlich scheinen die Alchemisten bis Anfang der 60er mit Jungen verziert zu sein:

https://www.ebay.de/itm/255939260833?hash=item3b972b31a1:g:zlEAAOSw-hZjjlT5

https://www.ebay.de/itm/354428913427?hash=item52859c0713:g:I6QAAOSwjmNjf3Zm

Danach besann man sich wohl eines besseren, denn spätere Kästen und Broschüren sind immer mit Junge und Mädchen illustriert. Und das ganz ohne Girls Day und Chemiker*/_innen.


Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 26.01.2023 um 20.34 Uhr verfaßt.

Meiner war von 1956 oder 1957.


Christof Schardt zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 26.01.2023 um 19.22 Uhr verfaßt.

Nur Jungen auf den Kosmos-Kästen, das hätte ich auch gedacht. Aber so kann man sich täuschen (die Kästen werden an vielen Orten für ordentliche Summen angeboten): Mein guter alter Kosmos Elektromann hatte ein Mädchen drauf:
https://img.ebay-kleinanzeigen.de/api/v1/prod-ads/images/5a/5a6fd389-0b3d-4541-aba0-f1c10c9ba4f3?rule=$_57.JPG
Die All-Chemist-Kästen scheinen durchgängig mit Junge und Mädchen verziert zu sein.
Wieviele Mädchen werden den Elektromann gehabt haben? Ich denke es werden dieselben 1% gewesen sein, denen ich dann später ihn in der E-Technik-Grundvorlesung begegnet bin. Oder weniger.




Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 26.01.2023 um 07.54 Uhr verfaßt.

Auf den Kartons solcher Bau- und Experimentierkästen (ich denke an meinen geliebten "Allchemist" von Kosmos) waren auch nur Jungen abgebildet. Aber mal im Ernst: Basteln Mädchen heute mit so etwas?

Zum frühen Kunststoff: War der Geruch nicht hauptsächlich Formaldehyd?


Christof Schardt zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 26.01.2023 um 07.35 Uhr verfaßt.

Ja, ich habe selbst noch einmal nachgeforscht: Bakelit und Pertinax haben tatsächlich Gemeinsamkeiten. Für den Geruch ist aber vermutlich nur die Pertinaxplatine mit ihren Bauteilen verantwortlich, die im Gehäuse der Hitze ausgesetzt ist. Bakelit dagegen findet man an der Front, evt. aber auch bei den Röhrensockeln, wenn meine Erinnerung mich nicht trügt.

Mir steht bei dem Thema sofort der Klassiker "Radiobasteln für Jungen" (Heinz Richter) vor Augen. Heute käme der sofort auf den Index.



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