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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Theodor Ickler zu »Synonymie«
Dieser Kommentar wurde am 26.09.2018 um 10.25 Uhr verfaßt.

"Synonymvorschläge" auch in Korrekturprogrammen dienen meistens der Wiederholdungsvermeidung und mehr oder weniger lächerlichen Ausdrucksvariation und nicht der Suche nach dem treffendsten Wort. Darum begnügen sich die meisten auch mit einer buchenden Synonymik ohne ausdrückliche Angaben zur Synonymenscheidung.


R. M. zu »Unsichere Flexion«
Dieser Kommentar wurde am 26.09.2018 um 10.24 Uhr verfaßt.

Moselfränkisch würde sie beim Herrn Kauder sagen, und bei dem Versuch, sich hochdeutsch auszudrücken, hat sie das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.


Wolfram Metz zu »Unsichere Flexion«
Dieser Kommentar wurde am 26.09.2018 um 08.53 Uhr verfaßt.

Gestern hat sie sich »bei Herr Kauder« bedankt. Hat jemand dafür eine Erklärung? Betrachtet sie womöglich »Herr X« als fixe Einheit, so wie manche »Park des Schloß Bellevue« u. ä. sagen und schreiben? Oder liegt hier ein Kasuskonflikt zwischen Regional- und Standardsprache vor? Nahles wuchs in der Eifel auf.


Theodor Ickler zu »Synonymie«
Dieser Kommentar wurde am 26.09.2018 um 04.27 Uhr verfaßt.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten der Bedeutungsbeschreibung.
Erstens kann man die Gebrauchsbedingungen eines Zeichens explizieren, d. h. bewußt machen. Ich habe zum Beispiel versucht, die Bedeutung der Modalpartikeln so zu erklären, daß der Sprecher nun ausdrücklich weiß (= sagen kann), wann und wie er sie verwendet.
Zweitens kann man aus der Sicht der dritten Person erklären, was der Sprecher tut, zum Beispiel die Konditionierungsgeschichte analysieren (wie bei der Abrichtung eines Hundes), oder z. B. die Farbwörter unter Angabe der Wellenlänge definieren, die ja dem Sprecher niemals zugänglich sein wird.

Auf die erste Erklärungsart könnte der Sprecher mit "ach ja!" antworten, auf die zweite mit "ach so!". (Diese Unterscheidung stammt nicht von mir, ich habe leider den Urheber vergessen.) Gauger spricht in ähnlicher Absicht von "bewußtseinseigen" und "bewußtseinsfremd".

Wenn man sich diesen Unterschied klar machte, wären die Wörterbucheinträge konsistenter.

Eine naturalistische Wissenschaft vom Sprachverhalten muß letzten Endes (wie Psychologie und Soziologie) bewußtseinsfremde Erklärungen anstreben. Die Fähigkeit oder Möglichkeit der bewußtseinseigenen Explikation ist ihrerseits erklärungsbedürftig und -fähig. Wenn ich wieder meinen Aufsatz über die Bedeutung der Modalpartikeln heranziehe: Die Explikation verwendet durchweg die mentalistischen Begriffe der Allgemeinsprache, bleibt also in meinem eigenen Sinn vorwissenschaftlich (nicht-behavioristisch). Ihr Adressat ist der gewöhnliche Sprecher, Sprachlerner und Wörterbuchbenutzer.


Manfred Riemer zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2018 um 21.40 Uhr verfaßt.

Wieso? Beliebige Völker der Erde können miteinander freundschaftliche Beziehungen pflegen, ohne daß deshalb große Teile des einen Volkes in das angestammte Territorium des anderen Volkes übersiedeln müssen. Dazu haben sie kein Recht.

Die Zeichen der Freundschaft sind natürlich nicht begrenzt, aber wenn einem Volk bestimmte Maßnahmen aus Selbstschutzgründen zu weit gehen, dann ist es nicht gleich feindlich eingestellt, sondern für weniger identitätsrelevante Beziehungen (Handel, Tourismus, Nothilfe) weiterhin offen. Das nenne ich immer noch Freundschaft, Pflege guter Beziehungen.

Feindschaft beginnt meiner Meinung nach erst mit Gewalttätigkeit gegen sich friedlich verhaltende Völker.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2018 um 19.05 Uhr verfaßt.

Das ist aber etwas anderes als die Ansiedlung Fremder.


Klaus Achenbach zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2018 um 16.22 Uhr verfaßt.

Zu #39646:

Die wortwörtliche Übersetzung “im Austausch für“ ist natürlich verfehlt.

Im Deutschen würde man einfach „gegen“ oder, wenn man es umständlich mag, „als Gegenleistung für“ sagen.



Manfred Riemer zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2018 um 15.59 Uhr verfaßt.

Ist das nicht die Definition von Fremdenfeindlichkeit?

Nein, natürlich nicht! Ich kann doch mit meinem Nachbarn freundschaftliche Beziehungen haben, ihn sogar zu Festen einladen usw., ohne daß ich ihm deswegen ein Zimmer in meinem Haus räumen muß, und analog er mir.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2018 um 15.47 Uhr verfaßt.

Mit Google kann man sich leicht davon überzeugen, daß jedes Jahr zahllose Male "Merkels Macht schwindet" oder so ähnlich geschrieben worden ist. Die FAZ zum Beispiel hat das Ende von Merkels Kanzlerschaft vom ersten Tage an vorausgesagt und herbeizuschreiben versucht.
Aber diesmal, 2018, wird es doch klappen? Die Wahrscheinlichkeit steigt natürlich rein rechnerisch, und irgendwann werden die Propheten recht gehabt haben. Aber lustig war´s doch.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2018 um 15.42 Uhr verfaßt.

Ist das nicht die Definition von Fremdenfeindlichkeit?


Manfred Riemer zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2018 um 14.01 Uhr verfaßt.

An den Superrechnern ist auch ein gutes Stück Augenwischerei.

Wikipedia:
Moderne Hochleistungsrechner sind vor allem Parallelrechner. Sie bestehen aus einer großen Anzahl an miteinander vernetzten Computern.
...
Auf einem Supercomputer können nicht unmodifiziert die gleichen Programme wie auf einem gewöhnlichen Computer laufen, sondern speziell abgestimmte Programme, die die einzelnen, parallel arbeitenden Prozessoren beschäftigen.


Eine große Menschenmenge kann mit einem Verband aus 10 PKW natürlich schneller als mit nur einem PKW oder auch einem Autobus transportiert werden. Trotzdem ist jeder einzelne PKW bei dieser Aufgabe wiederum nicht so schnell wie ein Autobus.

10 Tonnen Sand kann man mit mehreren kleinen Transportern viel schneller transportieren als mit einem großen, aber eine einteilige 10 Tonnen schwere Statue kann man mit kleinen Transportern gar nicht fahren.

Diese Beispiele lassen sih auch auf Computer übertragen. Ein großer, etwas langsamerer Computer kann also einem "Superrechner" durchaus weit überlegen sein. Es hängt von der Aufgabe ab.





Manfred Riemer zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2018 um 12.57 Uhr verfaßt.

Es läuft immer wieder auf das gleiche hinaus: Wenn jemand gegen die Ansiedlung Fremder mit anderer Kultur in seiner Heimat ist, dann wird er gleich als Feind dieser Fremden bezeichnet. Mit welcher Berechtigung?


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