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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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TDS zu »Denkzettel«
Dieser Kommentar wurde am 13.08.2020 um 15.26 Uhr verfaßt.

Yet more baloney.


Theodor Ickler zu »Denkzettel«
Dieser Kommentar wurde am 13.08.2020 um 14.11 Uhr verfaßt.

Zum vorigen Eintrag vgl. jetzt:

http://www.tomdispatch.com/post/176739/tomgram%3A_bob_dreyfuss%2C_could_covert_war_with_iran_become_overt_before_november_3rd/

Dasselbe hier:

https://www.counterpunch.org/2020/08/13/october-surprise-will-war-with-iran-be-trumps-election-eve-shocker/


Theodor Ickler zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 13.08.2020 um 12.58 Uhr verfaßt.

Die Pressestelle der Erlanger Uni berichtet in einem ihrer peinlichen Texte, was ein "Forschendenteam" über Corona herausgefunden hat. Nach einigen Verrenkungen geht sie schlicht zu "Forschern" über, so daß auch ein deutscher Leser es verstehen kann.


Theodor Ickler zu »Noch mehr Duden-Werbung«
Dieser Kommentar wurde am 13.08.2020 um 12.55 Uhr verfaßt.

Der erste Duden von 1880 war fast eine reine Wortliste, 23.000 Einträge, mit Artikel und knapper Angabe von Genitiv- und Pluralbildung, Stammformen der Verben (also immerhin mehr als das heutige amtliche Verzeichnis). Eigentlich ausreichend, aber die Käufer und Nutzer wollten mehr.


Manfred Riemer zu »Noch mehr Duden-Werbung«
Dieser Kommentar wurde am 13.08.2020 um 12.28 Uhr verfaßt.

Ja, natürlich. Ihr Wörterbuch ist mir im Vergleich zum heutigen Duden, auch in dieser Hinsicht wesentlich angenehmer und, besonders die vierte Auflage, im Format viel handlicher, trotz eingefügter kurzer und nützlicher Bedeutungsangaben. Manche Komposita hätten nach meinem Geschmack immer noch entfallen können, aber ich gebe auch zu, daß man da Kompromisse machen muß.

Der erste Duden, den ich überhaupt kennengelernt habe, war der von meinen Großeltern. Es muß eine Ausgabe von Anfang der 50iger Jahre gewesen sein. Sie war Ihrem Wörterbuch viel ähnlicher als dem heutigen Duden. Darin standen auch für viele Wörter kurze Bedeutungsangaben, und wenn ich einmal wissen wollte, was etwas bedeutete, sagten sie immer, da mußt du mal in den Duden kucken! So hielt ich zu Anfang meiner Schulzeit den Duden immer für das, was mir erst später als Lexikon begegnete.


Theodor Ickler zu »Noch mehr Duden-Werbung«
Dieser Kommentar wurde am 13.08.2020 um 11.16 Uhr verfaßt.

Kennen Sie meins? Ganz so streng bin ich nicht verfahren, weil man nie sagen kann, wo Zweifel aufkommen könnten (da staunt man manchmal, und Ausländer lernen ja auch Deutsch). Also lieber etwas zu viel als zu wenig bieten. Die Bedeutungsangaben, die ich auf Wunsch vieler Freunde erst in der letzten Auflage hinzugefügt habe, sind auch ein Kompromiß.

Ich hatte früher schon mal berichtet, daß nichts so lehrreich ist wie der Versuch, selbst mal so ein Wörterbuch zu machen. Der Benutzer ahnt nicht, wieviel dabei zu entscheiden war! Mir war auch der Gedanke gekommen, sowohl triviale Zusammensetzungen als auch regelrechte Simplizia (kommen, laufen, ich, du) wegzulassen und nur eine Liste rechtschreiblicher Zweifelsfälle vorzulegen, was in einer Woche zu schaffen wäre und nicht in tausend Arbeitsstunden. Aber dafür gibt es kein Publikum.

Der Duden war natürlich schon lange vor der Reform aus dem Ruder gelaufen, und daran hat sich auch nichts geändert. Solange der Verlag keine Auflagenzahlen bekanntgibt, glaube ich auch nicht an den ungebrochenen Verkaufserfolg.


Manfred Riemer zu »Noch mehr Duden-Werbung«
Dieser Kommentar wurde am 13.08.2020 um 10.41 Uhr verfaßt.

Ich würde mir ein stark abgespecktes Rechtschreibwörterbuch wünschen, welches keine Komposita und keine Wortgruppen enthält, deren Bestandteile alle bereits einzeln aufgeführt sind.
Als Ausnahmen sollten nur solche Komposita aufgenommen werden, bei denen aus irgendwelchen Gründen Zweifel an der Schreibung aufkommen können, wie bei Mittag, oder bei Zweifeln an der Zusammenschreibung wie bei spazierengehen, stehenbleiben, zweimal usw.

Wörter wie saugrob, Drahtseilakt, Rechtschreibung u.ä. sind m. E. in einem Rechtschreibwörterbuch völlig überflüssig.


Theodor Ickler zu »Verständlichkeit«
Dieser Kommentar wurde am 13.08.2020 um 05.10 Uhr verfaßt.

Wie ich der Verbandszeitschrift der Dolmetscher und Übersetzer entnehme, sind auch die Praktiker der „Leichten Sprache“ inzwischen darauf gestoßen, daß es „den Behinderten“ nicht gibt und daß das Probelesen eines Textes durch einen „Behinderten“ kein empirisch valides Verfahren ist. Nach wie vor gehen die Propagierung der Leichten Sprache und ihre Anwendung weit über den Nachweis ihres Nutzens hinaus. Keine Partei hat erwogen, die Wirkung ihres in Leichter Sprache abgefaßten Parteiprogramms zu untersuchen. Man glaubt das eben heute so machen zu müssen. Inzwischen leben auch zu viele Menschen davon, als daß man das Unternehmen grundsätzlich in Frage stellen könnte.

Mit dem Gendern ist es ähnlich: Der (wirkliche oder vorgespielte) Glaube, damit den Frauen etwas Gutes zu tun, hält sich ohne Nachweis und sogar gegen alle Evidenz.


Theodor Ickler zu »Noch mehr Duden-Werbung«
Dieser Kommentar wurde am 12.08.2020 um 14.41 Uhr verfaßt.

Der neue Duden wird sogar in den Nachrichten des DLF angezeigt. Er ist, wie bisher jeder neue, der umfangreichste, den es je gab. Allerdings bietet er diesmal nur 3.000 neue Wörter. Dafür sind 300 angeblich veraltete herausgenommen, darunter saugrob und Wolfsrachen. Letzteres entspricht nicht der wünschenswerten Korrektheit - die volkserzieherische Absicht ist spürbar, bei einem Rechtschreibwörterbuch nicht angebracht, aber nun schon gewohnt.
Das ist auch nicht der Grund, warum die AfD sich aufregt. Sie sieht in der Aufnahme bestimmter Wörter wie Fridays for Future einen Versuch der linken Indoktrination. Solche schlimmen Dinge sollen nicht einmal erwähnt werden, darum braucht niemand zu wissen, wie man sie schreibt.
Dabei hätte man auch mit den Streichungen einen Punkt gegen die links-grün versiffte Politik (oder wie das heißt) machen können. Z. B. soll es Standesehre nicht mehr geben. Darum hält die Ministerin und FU-Absolventin Giffey ihr Gesicht jeden Tag in die Fernsehkameras. Die FAZ schreibt darüber sehr unnachsichtig.


Germanist zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 12.08.2020 um 14.37 Uhr verfaßt.

Die spinnen, die US-Amerikaner.


Manfred Riemer zu »Noch mehr Duden-Werbung«
Dieser Kommentar wurde am 12.08.2020 um 11.12 Uhr verfaßt.

Unter der Überschrift
Covid und Genderstern ziehen in den Duden ein
berichtete der MM gestern (11.8.20, S. 6) über eine neue (die 28.) Dudenauflage.
Kritik an vielen Begriffen aus dem Englischen beantwortet Kristian Berg, Universität Bonn, mit dem Hinweis, sie würden systematisch im Deutschen verwendet: "Dem Duden das anzulasten ist so, als würde man dem Wetterbericht das Wetter vorwerfen."

Da mag er vielleicht jetzt in diesem Punkt recht haben, nur vergißt er zu erwähnen, daß der Duden sich jahrelang anläßlich der "RSR" genau das angemaßt hat, nämlich das Rechtschreibwetter zu machen, anstatt darüber zu berichten.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 12.08.2020 um 10.17 Uhr verfaßt.

Die Zunahme der Neuinfektionen in Deutschland ist zwar ernst zu nehmen, aber Trumps Krokodilstränen sind übertrieben. Er verweist auf steigende Zahlen im unglücklichen Deutschland und sinkende in den USA, ohne die absoluten Beträge zu erwähnen.
In Neuseeland hat sich, nach einer coronafreien Zeit, eine vierköpfige Familie angesteckt. Das ist eine Steigerung um soviel Prozent, daß die Mathematik davor versagt. Wann bietet Trump diesem geschlagenen Staat Hilfe an?


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