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Theodor Icklers Sprachtagebuch

Die neuesten Kommentare


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Manfred Riemer zu »Tageszeiten«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 23.12 Uhr verfaßt.

Zwei der drei Räuber, die am Sonntagnacht eine 25-jährige Frau überfallen haben, sind gefasst.

(Rhein-Neckar-Zeitung online, www.rnz.de, 16.7.2018)


Red. zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 21.56 Uhr verfaßt.

Diese Kuriosität paßt ganz gut in diesen Strang.


Theodor Ickler zu »Der moderne Mensch«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 19.07 Uhr verfaßt.

Der Rundfunkbeitrag wird zu einer Frage der Gerechtigkeit (t-online)

Komisch. Bei anderen Dingen, die sich käuflich erwerben lassen, redet man nicht so.


Theodor Ickler zu »„Sprachproduktion“«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 17.38 Uhr verfaßt.

Ich kann mit dem Begriff des freien Willens (außer im ganz alltäglichen Sinn) sowieso nichts anfangen, wollte aber auch gar nicht so hoch hinaus. Natürlich haben wir unzählige Gewohnheiten. Sie entlasten uns und machen uns für andere berechenbar.

Überraschend finde ich nur manchmal, daß es im Gedankenstübchen auch so zugeht, und das über viele Jahre. Was ich für einen frischen Einfall halte, ist mir also damals auch schon eingefallen, und dann ist es auch noch in fast identische Formulierungen geschlüpft.


Theodor Ickler zu »Das „bilaterale Zeichen“«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 16.15 Uhr verfaßt.

Wie kann man vom „Verstehen“ und „Nicht verstehen“ eines Satzes reden; ist es nicht erst ein Satz wenn man es versteht? (Ludwig Wittgenstein: Philosophische Grammatik 1)

Dasselbe Sophisma wie bei jenem Zeichen, das erst durch seine Deutung zum Zeichen wird, das man aber nur deuten kann, wenn man schon weiß, daß es ein Zeichen ist.



Manfred Riemer zu »„Sprachproduktion“«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 14.06 Uhr verfaßt.

Man kann Menschen nicht nur an Gesichtszügen oder Fingerabdrücken erkennen, sondern oft auch an ihren Bewegungen, an ihrem Gehstil, an ihrer Handschrift, an bestimmten Gewohnheiten, an einem bestimmten Sprachstil, an der Sprache überhaupt. Vieles davon ist reflexartig eingeübt.

Ich sehe darin keine Einengung des freien menschlichen Willens. Wir haben auch immer die Möglichkeit, uns selbst zu prüfen und zu korrigieren, wir lernen und ändern uns ständig, unmerklich oder sprunghaft.

Wenn wir uns wiederholen, dann, weil wir es zulassen, nicht, weil wir nicht anders können.


Damien zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 13.41 Uhr verfaßt.

Hallo!
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Theodor Ickler zu »Poohsticks«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 09.56 Uhr verfaßt.

Inzwischen sind weitere Blätter von Shepards "Pooh" bei Sothebys versteigert worden, jeweils für mehrere hunderttausend Pfund, erst kürzlich die Vorsatzzeichnung mit der Geländeskizze ("DRAWN BY ME AND MR SHEPARD HELPD").
Die Preise für Kunst sind heute so hoch, daß keiner von uns eine Chance hat, aber zugleich ist die Reproduzierbarkeit so weit gediehen, daß man das auch gar nicht mehr nötig hat.


R. M. zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 09.39 Uhr verfaßt.

Reporterin Karin Hendrich schreibt in der B.Z. über einen Straffälligen unter dem rätselhaften Titel »Vater fälschte BVG-Tickets, klaute Parfüm, erschlich sich Spa-Besuche«. Aus dem Artikel geht dann hervor, daß Vater hier ein Platzhalter für Araber ist.


Theodor Ickler zu »„Sprachproduktion“«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 07.01 Uhr verfaßt.

Wenn ich einen Gedanken zu Papier bringen will, fühle ich mich in der Wahl der Worte ganz frei. Und dann entdecke ich, wie berichtet, daß ich genau dasselbe in fast genau denselben Worten vor 16 oder 31 Jahren auch schon mal aufgeschrieben habe. Das ist mir schon oft passiert und läßt mich ahnen, wie "determiniert" die angeblich freien Gedanken doch sind. Mündlich ist es genau so. Meine Frau, der alle meine Aussprüche heilig sind, erinnert sich und mich daran, daß ich dies oder jenes vor 27 Jahren schon gesagt habe; soll ich mich freuen oder peinlich berührt sein?


Theodor Ickler zu »Pädagogik vom Tage«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 04.45 Uhr verfaßt.

Als Skinners utopischer Roman erschien oder gar sein Buch „Jenseits von Freiheit und Würde“,war die Empörung groß. Ohne Grund. Wir werden natürlich immer gesteuert, weshalb man sich auch über Skinners Sozialtechnologie nicht zu ereifern braucht. Familie, Staat, Kirche, Gesellschaft arrangieren auch jetzt schon Umgebungen, die unser Verhalten lenken. Was denn sonst? Skinner fragt, ob es immer und überall auf die bestmögliche Art geschieht. Daran arbeiten aber die Pädagogik und die Politik sowieso unablässig: Erziehen wir die Kinder richtig, stellen die Sozialsysteme die richtigen Anreize bereit? usw. - Es ist nicht abwegig, hier einen eigenen Entwurf zur Diskussion zu stellen Darüber kann man dann streiten, aber der Versuch selbst ist nicht verwerflich. Übrigens ist Skinners Menschenbild viel weniger deterministisch als das, was heute manche Hirnforscher präsentieren (Gerhard Roth, Hans Markowitsch...).


Theodor Ickler zu »Nature, Nurture und Skinner«
Dieser Kommentar wurde am 17.07.2018 um 04.32 Uhr verfaßt.

„Für Skinner ist sprachliches Verhalten wie jedes Verhalten ein Ergebnis von Konditionierung. Kinder hören sprachliche Äußerungen (= stimulus), imitieren diese Äußerungen (= response) und werden verstärkt in diesem Verhalten (= reinforcement). (...) Eigentlich kann – in diesem Ansatz gedacht – ein Kind nur solche Wörter und Sätze produzieren, die es genau so schon einmal gehört hat.“ Usw. (Monika Rothweiler in Jörg Meibauer u. a.: Einführung in die germanistische Linguistik. Stuttgart 2002:285f.)

So schreiben sie dahin, ohne sich zu schämen.


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